Geschichte der Eisenbahn

Projekte, die Eisenbahn zum allgemeinen nationalen Verkehrsmittel zu machen, gibt es seit Beginn des 19. Jahrhundert. Als in den 1820er Jahren daraus eine Eisenbahn-Bewegung geworden ist, herrscht unter den maßgeblichen Promotern Einigkeit darüber, daß auch die Eisenbahn, die nicht mehr nur Kohlen, sondern andere Waren sowie Menschen transportiert, mit Dampfkraft betrieben werden müsse.

Eisenbahnstreckennetz: Oben 1840, unten 1880

Der hohe Getreidepreis wird dabei als Standardargument verwendet. Ein Pferd zu unterhalten, so geht die Rechnung nach Adam Smith, koste so viel Lebensmittel wie acht Arbeiter verbrauchen. Wenn eine Million Pferde, die in England zu Transportzwecken unterhalten werden, durch Mechanisierung überflüssig werden, so würde das zusätzliche Lebensmittel für acht Millionen Arbeiter freisetzen.
Thomas Gray, der wichtigste Eisenbahnpromoter dieser Zeit, dessen Schrift »Observation an a General Iron Rail-Way« zwischen 1820 und 1825 in fünf jeweils beträchtlich erweiterten Auflagen herauskam, begründet seinen Vorschlag einer mit Dampfkraft betriebenen Eisenbahn mit dem Hinweis:
»Die übertriebenen Preise, die die Öffentlichkeit für den Transport von Gütern und Personen auf Frachtwagen und in Kutschen zu zahlen hat, sind wesentlich, wenn nicht sogar ausschließlich zurückzuführen auf die Kosten, die die Pflege und die laufende Erneuerung des Bestands an Pferden erfordert. «

Konstruktionszeichnung der „Rakete“