Die Kaserne des 1. Garde-Dragoner-Regiments

1847: Im Spätherbst des Jahres erhalten der Geheime Oberbaurat Fleischfinger und der Baumeister Drewitz den Auftrag, ein Kavallerie-„Casernement” für das Königliche Garde-Dragoner-Regiment zu entwerfen. Als Baugrund erwirbt der Militärfiskus den nördlichen Teil des ehemaligen Upstalls, der Pferdekoppel und -weide, von den Tempelhofer Bauern. Dieses große Grundstück liegt außerhalb der Stadtmauern im freien Gelände der Tempelhofer Vorstadt an der Ecke Tempelhofer Straße (später Belle-Alliance-Straße, heute Mehringdamm) und Mühlenweg (später Teltower, heute Obentrautstraße).
1848: Nach der niedergeschlagenen Revolution beginnen noch in demselben Jahr die Bauarbeiten.
1852: Die Unterkünfte für die Soldaten werden fertiggestellt. Im Wohngebäude finden 515 Soldaten und vier Offiziere Platz. (…)
Im Gegensatz zu den beengten, zum Teil im Keller liegenden Räumen der Soldaten sind die Aufenthaltsräume der Offiziere, die nicht im Gebäude, sondern in Privatwohnungen der näheren Umgebung wohnen, großzügig bemessen und ausgestattet. An der Ecke Tempelhofer Straße/Mühlenweg liegt ein Offiziersgarten.
1853 bezieht ein Infanterie-Regiment die Unterkünfte, während die Ställe nach den ursprünglichen Plänen für die Kavallerie fertig ausgebaut werden.

Die Kasernenanlage

1855 zieht das 1. Garde-Dragoner-Regiment in die fertiggestellte Kaserne ein. (…) Die Pferdeställe mit vier Stallflügeln schließen drei lange Höfe ein, von denen die beiden äußeren für Reitübungen und der mittlere zum Fußexerzieren bestimmt sind. Die Stallungen können 676 Pferde aufnehmen. Das gesamte Gelände ist von einer Mauer umgeben, hat neben dem Haupttor drei weitere Eingänge sowie zahlreiche Nebengebäude.

„Fußexercirplatz“ auf dem Kasernengelände, um 1880
Im Hof der Dragoner-Kaserne werden preußische Kavallerie-Exerttitien vorgenommen, 1871
Wachmannschaft der Ersten-Garde-Dragoner vor dem Eingangstor ihrer Kaserne

siehe auch: https://upstall.de/daten/dragonerareal/chronik-kasernengelaende/